Mo. 23. März 2015 - 08:59 Uhr

Ein neues Außenexponat für das Mathematikum Das Kürpigsche Tetraeder – Anlieferung mit Kran

Es sind 1,5 Tonnen Stahl, die ab Freitag, 27.3.2015, vor dem Mathematikum stehen werden und das Staunen der Besucher wecken wird. Wie kann es sein, dass eine Skulptur von diesem Gewicht so luftig und filigran erscheint? Mit dem „Kürpigschen Tetraeder“ ist Friedhelm Kürpig, ehemals Professor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, ein echtes Meisterwerk geglückt. Seine 120x120x120 cm große Tetraeder-Skulptur setzt sich aus 19 mit   äußerster Präzision gearbeiteten, laser-gestrahlten Edelstahlscheiben zusammen, die parallel angeordnet sind. Die Skulptur eröffnet verblüffende mathematische Einsichten:  Zum Beispiel kann man die Abfolge der Scheiben verfolgen: von einem waagerechten lang gezogenen Rechteck ausgehend, konzentriert sich die Folge der Scheiben in der Mitte zu einem Quadrat und verjüngt sich dann wieder zu einem senkrecht stehenden schmalen Rechteck. Die Skulptur zeigt aber weit mehr als Mathematik. Schon der kleinste Wechsel des Standorts lässt die Betrachter innehalten: sie entdecken das reizvolle Spiel von Licht und Schatten, von Leichtigkeit und Masse, durch welche Kürpig seine Skulptur mal fast unsichtbar, mal flächig schimmernd und mal wie eine dreidimensionale leuchtende Pyramide erscheinen lässt. Prof. Beutelspacher ist begeistert: „Wir sind glücklich und stolz, dass uns Professor Kürpig dieses Tetraeder geschaffen hat, das vor dem Mathematik stehen wird. Es zeigt, was Mathematik und das Mathematikum ist, und stellt gleichzeitig eine wunderbarere Einladung in das Mathematikum dar.“

Die Skulptur wurde von Prof. Kürpig im Jahr 2015 fertiggestellt und wird am 27.3.2015 um 11 Uhr im Mathematikum in Gießen feierlich enthüllt und eingeweiht.