Do. 09. August 2018 - 08:53 Uhr

Internationaler Mathematikerkongress in Rio de Janeiro Prof. Albrecht Beutelspacher spricht über das Mathematikum in Gießen

Derzeit findet in Rio de Janeiro der Internationale Kongress für Mathematik statt. Dieses wissenschaftliche Großereignis findet alle vier Jahre statt. Eine Hauptattraktion ist die Verleihung der Fields-Medaillen, die als „Nobelpreise für Mathematik“ gelten. In diesem Jahr wurde der erst 30-jährige deutsche Mathematiker Peter Scholze für seine bahnbrechenden Leistungen im Gebiet der Zahlentheorie mit der Fields-Medaille ausgezeichnet.

Auf dem Internationalen Kongress für Mathematik (ICM) war auch Prof. Albrecht Beutelspacher, Leiter des Mathematikums, anwesend. Beutelspacher war als Redner eingeladen, um bei einer  Veranstaltung unter dem Titel "Math Museums - A worldwide explosion" (Mathematikmuseen – eine weltweite Explosion) zu sprechen. Tatsächlich gibt es derzeit weltweit in 22 Ländern insgesamt 54 sogenannte Mathematikmuseen. Diese reichen von universitären Sammlungen über größere Abteilungen von Wissenschaftsmuseen, bis hin zu echten mathematischen Mitmachmuseen, wie das Mathematikum.

Die Direktorin des „MoMath“ in New York, Cindy Lawrence, sagte öffentlich, dass das Mathematikum das Vorbild für die meisten Mathematikmuseen der Welt ist. Professor Beutelspacher freut sich sehr über diese Auszeichnung und die Einladung zum Kongress: „Als Redner zu dem ICM eingeladen zu werden, ist schon eine ganz besondere Ehre. Die entsprechende Tagung vor 20 Jahren in Berlin war ein Startschuss für das Mathematikum. Jetzt zeigt sich, was das Mathematikum weltweit in Bewegung gesetzt hat."