Fr. 11. September 2015 - 11:39 Uhr

Neue Sonderausstellun g im Mathematikum Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst – Virtuelles Wasser begreifen

In der Sonderausstellung „Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst – Virtuelles Wasser begreifen.“ laden 20 Exponate dazu ein, dem Thema „Virtuelles Wasser“ in vielfältiger Art und Weise zu begegnen.

Wir trinken jeden Tag ungefähr 3 Liter Wasser. Zum Waschen, Kochen und Zähneputzen brauchen wir circa 120 Liter. Doch eigentlich benötigen wir noch viel mehr Wasser – insgesamt circa 4.000 Liter pro Tag! Aber wie kommt diese große Wassermenge zustande? Für die Produktion der Lebensmittel, die wir essen, der Kleidung, die wir tragen und der Gegenstände, die wir täglich nutzen, wird sehr viel Wasser benötigt. Häufig werden diese Produkte in anderen Ländern hergestellt, weshalb wir sogar nicht nur das Wasser in Deutschland, sondern indirekt auch das Wasser in anderen Gebieten der Welt nutzen.

Besucher der Ausstellung können entdecken, wie bereits kleine Handlungen helfen, viel Wasser zu sparen. „Erpumpen Sie sich Ihre Tomate, finden Sie heraus, wie viel Wasser in Ihrem Lieblingssteak steckt oder staunen Sie über die Wassermenge in einem T-Shirt!“, lädt Prof. Beutelspacher, Leiter des Mathematikums, die Besucher der Sonderausstellung ein.

Die Annäherung an das Thema erfolgt spielerisch-attraktiv, zum Beispiel durch einen Explainity-Film, der den Begriff „Virtuelles Wasser" erklärt, oder durch Frühstücksprodukte, die der Besucher scannt, und ein Computer daraufhin ausrechnet, wie viel Wasser in dem Frühstück steckt. Ein anderes Beispiel dafür ist ein Exponat, an dem die Besucher entscheiden können, ob sie auf eine bestimmte Art und Weise Papier sparen würden, beispielsweise durch das Beschreiben der Rück-seiten von Papier und das Ausdrucken von Mails auf notwendige E-Mails zu reduzieren. Liebesbriefe könnten auch auf Rinde, Stoff oder Blüten geschrieben werden, um Papier zu sparen.
Auch gestalterisch wird das Thema leicht präsentiert. Die Informationen zu den einzelnen Themen stehen auf großen Infowänden, die die Form und Farbe des jeweiligen Produktes beziehungsweise Themas haben. Das Thema „Fleisch“ wird beispielsweise auf einem riesigen (ca. 1,5 m² großen) Hamburger und das Thema „Tomate" auf einer ebenso großen Tomate präsentiert. Insgesamt gibt es 10 Stationen mit solchen Tafeln.

Die Ausstellung "Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst – Virtuelles Wasser begreifen." geht demnach in positiver Weise darauf ein, wie und wo diese großen Zahlen an „Virtuellem Wasser“ entstehen und welchen Einfluss unser Konsum in anderen Ländern haben kann. Sie zeigt globale Zusammenhänge zum „Virtuellen Wasser“ auf und lädt den Besucher ein, im Einzelnen genau hinzu-schauen. Die interaktiven Exponate fordern spielerisch dazu auf, die nicht ganz einfache Thematik zu begreifen.

Die Zielgruppe der Ausstellung sind insbesondere Kinder und Jugendliche im Alter der 5.-10. Klasse, aber auch Erwachsene und Familien.

Die Sonderausstellung ist vom 12. September bis zum 15. November im Mathematikum zu sehen.