Jean Bosc – Hier stimmt doch was nicht

Kunstausstellung ab dem 21. Mai

Der französische Karikaturist Jean Bosc (1924-1973) war gelernter Schlosser und Weinbauer. Er war vier Jahre lang als Soldat im Indochinakrieg im Einsatz und entwickelte sich zu einem entschiedenen Antimilitaristen. Dies zeigt sich in seinen Karikaturen, mit denen er seine Erlebnisse zu verarbeiten versuchte. Er nahm aber auch die Absurditäten des Alltags in den Blick, zum Beispiel im Sport oder im ehelichen Zusammenleben.

In 20 Jahren entstanden über 3000 Zeichnungen, die in großen französischen Zeitungen, aber auch im Stern und in der Zeit abgedruckt wurden. Mit scharfem Blick hebt Bosc die Grenzen der Ordnung auf. Er erkennt genau, wo Zusammengehöriges gerade nicht zusammenpasst und umgekehrt.

Betrachtet man die Zeichnungen mit mathematischer Brille, kann man einige Entdeckun­gen machen: Es geht um mathematische Themen wie Unendlichkeit, Perspektive, Raumpackungen, Symmetrie, aber auch um Geometrie. Seine Figuren bewegen sich mit einem fröhlichen Pessimismus durch die absurde Welt des Alltags.