Di. 19. März 2019 - 14:41 Uhr

Erfinder und Erfindungen im Mathematikum Wie funktioniert Erfinden überhaupt?

Im Jahr 2019 feiert das Mathematikum anlässlich des 500. Todestages von Leonardo da Vinci ein Jahr im Zeichen des Universalgenies. Leonardo wird häufig als einer der größten Erfinder aller Zeiten bezeichnet. Zum Auftakt des Leonardo-Jahres veranstaltet das Mathematikum einen Abend, der einen Blick auf Erfindungen der jüngeren Vergangenheit und Erfinder von heute wirft. Auch in Mittelhessen wird man schnell fündig, wenn man nach kreativen und beeindruckenden Erfindern sucht.  

Der Erfinder-Abend im Mathematikum beginnt am Mittwoch, den 27. März um 18 Uhr mit der Premiere eines Exponats, in dem Erfindungen wie beispielsweise das Post-it, Kartoffelchips und die Kreditkarte und deren spannende Entstehungsgeschichten vorgestellt werden. Im Anschluss daran beginnt die kurzweilige Gesprächsrunde, in der Prof. Beutelspacher, Erfinder des Mathematikums, mittelhessische Erfinder zu ihren Einfällen befragt. In den Gesprächen wird es auch um die Frage gehen, wie Erfinden funktioniert und wann man weiß, dass eine Idee wirklich gut ist.

Die Gesprächsgäste des Abends sind:

Prof. Ewald Ohl - er war von 1976 bis 2017 bei der Firma Johannes Hübner, Fabrik elektrischer Maschinen GmbH in Gießen verantwortlich für die Entwicklung und Berechnung von elektrischen Maschinen. Heute ist Ohl noch Honorarprofessor an der THM und seit 2017 unterrichtet er an der Hochschule Rhein Main in Rüsselsheim. Er erklärt, wie man bei der Lösung technischer Problemstellungen erfinderisch tätig sein muss.

Falko Schnelle ist Mitgeschäftsführer des studio gross klein. Zusammen mit seinem Partner Johannes Mühlig hat er unter anderem das KuKo Kugelkonzept entwickelt. Das neuartige Spielkonzept für die Kita regt Kreativität und technische Erfahrungen bei Kindern an und lässt somit auch die Kleinsten schon zu Erfinderinnen und Erfindern werden. Schnelle wird Einblick in den Prozess der Produktentwicklung bis hin zu seiner Vermarktung geben.

Jürgen Stehr von der Stehr Baumaschinen GmbH ist Inhaber eines Patents für ein Verdichtungsgerät für Straßen und Tiefbau. Das Gerät hat die doppelte Verdichtungswirkung im Vergleich zu anderen Geräten und erreicht das mit 50% weniger Energieverbrauch. Mit seiner Erfindung erzeugt er damit 50% weniger Co2 und dies sogar ohne merkbare Schwingungen in der Umgebung.