Mi. 27. August 2014 - 09:26 Uhr

„Mathematischer Nobelpreis“ im Mathematikum

Es gibt keinen Nobelpreis für Mathematik. Der Grund liegt vermutlich darin, dass für Alfred Nobel die Mathematik nicht zu den Disziplinen gehörte, die „der Menschheit den größten Nutzen bringen“.

Ein Äquivalent sind die die „Fields-Medaillen“, die nach dem kanadischen Mathematiker John Charles Fields benannt sind. Es ist in gewisser Weise noch schwieriger, eine Fields-Medaille zu bekommen als einen Nobelpreis, denn man darf noch keine vierzig Jahre alt sein, wenn man die Auszeichnung erhält. Prof. Beutelspacher erklärt: „Man muss also schon in jungen Jahren etwas Bedeutendes geleistet haben – und die Welt muss es schon gemerkt haben!“

Bislang wurden nur die Fields-Medaillen hergestellt, die tatsächlich die an die Preisträger verliehen wurden. Als Prof. Beutelspacher vor einiger Zeit den Wunsch äußerte, eine Fields-Medaille im Mathematikum ausstellen zu können, beschloss die Internationale Mathematiker-Union (IMU), drei Replikate herstellen zu lassen, wovon eines jetzt im Mathematikum zu sehen ist.

Der einzige Deutsche, der bislang eine Fields-Medaille erhalten hat, ist Gert Faltings (geb. 1954), dem diese Ehre im Jahre 1986 zuteilwurde. Im Jahre 2014 wurde erstmals eine Frau mit einer Fields-Medaille ausgezeichnet, und zwar die in Stanford (U.S.A.) arbeitende Iranerin Maryam Mirzakhani (geb. 1977).

Prof. Beutelspacher ist begeistert: „Die Medaille sieht fantastisch aus!“ Die Besucher des Mathematikums gehören zu den ganz wenigen Menschen, die eine Fields-Medaille anschauen können.

Die Präsentation des Exponats findet statt am Dienstag, 2. September 2014, 13:00 Uhr im Mathematikum Gießen, Liebigstraße 8.

Weitere Informationen unter Tel. 0641 9697970