geheim!

Nächste Sonderausstellung im Mathematikum

Im Mathematikum sind schon eine ganze Reihe von Krypto-Exponaten zu sehen: Von "Knack den Code" über "Zeichen im Nebel" bis zu dem ikonischen Exponat der ENIGMA. Die neue Sonderausstellung nimmt dieses Thema auf. Tatsächlich ist die mathematisch basierte Kryptographie eine Erfolgsgeschichte, die in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begonnen hat. Ohne die Verfahren der so genannten Public-Key-Kryptographie wären elektronisches Bezahlen, elektronische Wahlen, elektronische Steuererklärung usw. nicht denkbar und nicht realisierbar. 

Auch im privaten Leben spielen Geheimnisse eine unübersehbare Rolle. Das reicht von primitiven Verstecken (Schlüssel unter der Fußmatte) über geheime Tagebücher bis zu Abmachungen, Verträgen, Testamenten usw., die für Außenstehende geheim bleiben müssen.

Schließlich haben Geheimnisse auch für das Funktionieren einer Gesellschaft eine große Bedeutung. Das reicht vom Wahlgeheimnis über Datenschutz bis hin zur Anonymität des Bargelds, die es einem erlaubt, gewisse Transaktion zu vollziehen, ohne Spuren zu hinterlassen. An dieser Stelle öffnet sich auch eine große gesellschaftliche Debatte, die sich an der Frage entzündet: Wie viel kann / darf / soll ein Internetkonzern (Google, facebook u.ä.) von jedem einzelnen wissen? Anders gefragt: Kann man angesichts der heutigen Möglichkeiten noch eine Privatsphäre wahren oder ist dies nicht mehr möglich oder, wie manche meinen, auch nicht mehr nötig?

Hier schließt sich der Kreis, denn ein privates, geschütztes Leben in größerem Umfang lässt sich nur durch den Einsatz von modernen kryptographischen Methoden realisieren.